Ostersonntag

Feiertag Datum Gesetzlicher Feiertag in
Ostersonntag 2017 Sonntag, den 16.04.2017 Brandenburg
Ostersonntag 2018 Sonntag, den 01.04.2018 Brandenburg
Ostersonntag 2019 Sonntag, den 21.04.2019 Brandenburg
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Der Ostersonntag ist ein Feiertag des Christentums, an dem die Auferstehung Jesu Christi gefeiert wird. Im Kirchenjahr ist dieser Tag sogar der wichtigste Feiertag überhaupt, läutet er doch die Osterzeit ein. Der Ostersonntag beendet die sogenannten „Heiligen drei Tage“. Gleichzeitig endet mit diesem Tag die Fastenzeit.

Allgemeines zum Feiertag

Das Datum des jeweiligen Ostersonntags ist nicht festgeschrieben, sondern erklärt sich durch den Mondkalender. Der erste Sonntag, der auf den Frühlingsvollmond folgt, ist demzufolge der Ostersonntag. Danach folgt der Ostermontag, der ein gesetzlicher Feiertag in ganz Deutschland ist. Der früheste Ostersonntag kann auf den 21. März fallen, der späteste auf den 25. April. Ostersonntag ist nur im Bundesland Brandenburg ein gesetzlich festgeschriebener Feiertag. Arbeitsrechtliche Auswirkungen hat er in keinen anderen Bundesländern, lediglich in Baden-Württemberg dürfen an diesem Tag keine besonderen Waren verkauft werden – dazu gehören Backwaren oder auch Blumen. Ansonsten ist der Ostersonntag hier mit allen anderen Sonntagen eines Jahres gleichgestellt. Das ist wichtig für Arbeiter und Angestellte, denn einen Feiertagszuschlag gibt es an diesem Tag nicht. Der Ostersonntag ist der Starttermin für die österliche Freudenzeit, die Osterzeit. Diese dauert bis Pfingsten, was einen Zeitraum von fünfzig Tagen darstellt.

Geschichtliche Aspekte

Die Namensherkunft des Osterfestes und damit auch des Ostersonntags ist bis heute nicht gänzlich geklärt. Wahrscheinlich spielt die Himmelsrichtung Osten eine Rolle, denn hier geht die Sonne auf. Der Sonnenaufgang wiederum ist das Symbol von Jesus Christus und steht für seine Wiederkehr. Der Tod Jesu und seine Auferstehung fielen in eine sogenannte Pessach-Woche (Festwoche anlässlich der Befreiung der Jesuiten von den Ägyptern). Das Neue Testament nahm daher den Termin für das Osterfest in dieser Woche an. Der Mondkalender bestimmt das genaue Datum. Die Alte Kirche feierte Ostern in Gedenken an das Leiden und die Auferstehung Jesu Christi. Seit dem 4. Jh. wird Ostern als höchstes Fest im Kirchenjahr über einen Zeitraum von drei Tagen begangen. Beginnend mit der Feier anlässlich des Letzten Abendmahls über den Tag, an dem die Grabesruhe des Herrn stattfand, bis zum Beginn der neuen Woche (Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag, Ostersonntag), erstrecken sich die Gottesdienste. Im Mittelalter entwickelte sich ein dreitägiges Osterfest, mit dem sich die Feierlichkeiten von der restlichen Osterwoche abhoben. Damals war die gesamte Osterwoche arbeitsfrei. Diese Zeit wurde nach und nach verkürzt, bis nur noch der Karfreitag und der Ostermontag als gesetzliche Feiertage bestehen blieben.

Bräuche zu Ostern

In vielen Kulturen ist das Osterfest mit dem Frühlingsfest gleichzusetzen, denn auch die nicht-kirchlichen Kulturen orientieren sich bei ihren Feierlichkeiten am Mondkalender. Ostersonntag ist im Allgemeinen das Fest für die Kinder, denn an diesem Tag versteckt der Osterhase Eier und kleine Geschenke. Der Osterhase gilt neben dem Osterei als Symbol der Göttin Ostara, eine altgermanische Gottheit, die Namensgeberin für ein Fest der Neuheiden war. Der Osterhase ist seit der Spätantike das Symbol für das Osterfest. Das Verstecken von Süßigkeiten findet in Frankreich erst am Ostermontag statt, in den deutschsprachigen Gebieten Europas jedoch am Ostersonntag. Vor allem gemeinsame Spiele kennzeichnen das Osterfest. So sind das Ostereiertitschen oder das Walleien bekannte Bräuche, die an Ostersonntag gepflegt werden. Dies ist allerdings regional verschieden und einige dieser Bräuche sind vor allem in den von den Sorben geprägten Gebieten Brandenburgs heimisch und auch heute noch bekannt. In katholischen Gemeinden werden die Kirchenglocken erst ab Ostersonntag wieder geläutet, zwischen Karfreitag und der Osternacht hingegen nicht. Dort ziehen Kinder mit Ratschen und Klappern umher und rufen zu Gottesdienst und Abendgebet. Dieser Brauch ist vor allem im süddeutschen Raum beheimatet.
In Finnland wanden Kinder am Ostersonntag mit Tröten und Trommeln durch die Straßen und verkünden damit das Ende der Trauerzeit. Hier gilt Ostern auch als Kerzenfest. In den meisten Ländern steht das Essen besonderer Speisen an Ostersonntag oder allgemein zum Osterfest auf dem Tagesprogramm. So wird unter anderem in Griechenland das Osterlamm verzehrt, nachdem seine Innereien bereits ab Karfreitag als Suppe verkocht gegessen wurden. Auch in anderen Ländern ist das Osterlamm als Opfergabe bekannt und kommt meist gegrillt auf den Tisch.

Eiersuche Ostersonntag

Kind bei der Suche nach Ostereiern