Gründonnerstag

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Feiertag Datum Gesetzlicher Feiertag in
Gründonnerstag 2017 Donnerstag, den 13.04.2017 Kein gesetzlicher Feiertag
Gründonnerstag 2018 Donnerstag, den 29.03.2018 Kein gesetzlicher Feiertag
Gründonnerstag 2019 Donnerstag, den 18.04.2019 Kein gesetzlicher Feiertag
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April 2019
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Der Gründonnerstag trägt auch den Namen Palmdonnerstag und stellt den fünften Tag der sogenannten Karwoche dar. Die Kirchen gedenken an diesem Tag dem letzten Abendmahl und den Vorabend der Kreuzigung Jesu. Gründonnerstag ist der Tag vor Karfreitag und läutet die österlichen Festtage ein. Innerhalb der Liturgie genießt dieser Tag eine wichtige Bedeutung. In einigen Ländern ist der Gründonnerstag ein gesetzlicher Feiertag, in Deutschland ist das jedoch nicht der Fall.

Geschichte des Gründonnerstags

Jesu feierte am Abend seiner Gefangennahme und am Vorabend seiner Kreuzigung ein Abschiedsessen, bei dem er sagte, dass er durch seinen Tod nicht sterben würde. Er forderte seine Jünger zur Tischgemeinschaft auf. Brot und Wein stehen noch heute als Zeichen der Hingabe Jesu an die Menschen und die jetzigen Abendmahle sollen Zeichen dafür sein, dass sich Jesu immer noch unter den Menschen befindet.
Der Name „Gründonnerstag“ lässt sich in Anbetracht der Bedeutung des Tages auch leicht erklären: „Grün“ kommt hier nicht der Farbe, sondern von „greinen“, was so viel wie weinen bedeutet. Die am Aschermittwoch ausgeschlossenen Sünder wurden am Gründonnerstag wieder in die Gemeinschaft um Jesu aufgenommen und konnten mit den Jüngern zusammen die Auferstehung feiern.

Brauchtum zu Gründonnerstag

Es gibt in den einzelnen Kirchen verschiedene Bräuche zu Gründonnerstag, wobei der Volksglauben eine große Rolle spielt. So werden zum Beispiel bei dem symbolischen Abendmahl häufig grünes Gemüse und Kräuter verspeist, was als Symbol für die Bestellung der Felder und Gärten gesehen werden kann.
In den einzelnen Städten wird der Gründonnerstag unterschiedlich gefeiert. So bringt in Coburg der Grüne Hase die Ostereier, in der Oberlausitz ziehen Kinder von Haus zu Haus und erbetteln Süßigkeiten. In Mühlhausen soll jeder Bürger eine Brezel an Gründonnerstag essen, weil er sonst Eselsohren bekommen könnte. In der Eifel ziehen die Kinder von Gründonnerstag bis zum Ostersamstag durch die Dörfer und lärmen mit Ratschen und Klappern. Das soll böse Geister und Dämonen vertreiben. Am Karsamstag gibt es dafür von den Bürgern der Dörfer bunte Eier.
In Tresdorf wird ein Passionsspiel aufgeführt, bei welchem pantomimisch das Kreuzziehen dargestellt wird.
In Österreich ist die Ansicht verbreitet, dass am Gründonnerstag gefastet werden sollte und dass es sich um einen Tag der Abstinenz handelt. Das ist in Deutschland und den meisten anderen Ländern nicht der Fall, hier geht es einzig um das Verspeisen von grünem Obst oder Gemüse.