Heilige Drei Könige

Feiertag Datum Gesetzlicher Feiertag in
Heilige Drei Könige 2017 Freitag, den 06.01.2017 Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt
Heilige Drei Könige 2018 Samstag, den 06.01.2018 Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt
Heilige Drei Könige 2019 Sonntag, den 06.01.2019 Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt
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Der Feiertag „Heilige Drei Könige“ (auch „Dreikönigstag“ oder „Dreikönigsfest“) wird in der katholischen Kirche sowie in den evangelischen Kirchen am 6. Januar begangen. Der Festtag „Heilige Drei Könige“ ist in den Bundesländern Bayern , Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt ebenso ein gesetzlicher Feiertag wie in etlichen europäischen Ländern (u. a. in Österreich, Polen, Schweden, Italien, Spanien und Griechenland). In der Schweiz wird der 6. Januar nur in einzelnen Kantonen (Uri, Tessin und Schwyz) und in bestimmten Gemeinden des Kantons Graubünden als gesetzlicher Feiertag begangen. In katholisch geprägten Ländern wie Italien und Spanien erfolgt die „Bescherung“ der Kinder nicht am 24. Dezember, sondern am 6. Januar, dem Feiertag der Heiligen Drei Könige. In den orthodoxen, unierten und altorientalischen Ostkirchen erinnert der am 6. Januar begangene Feiertag Epiphanias an die Taufe Jesu und die Offenbarung der Dreifaltigkeit. Das Fest der „Heiligen Drei Könige“ fällt dagegen in den Ostkirchen mit dem am 25. Dezember gefeierten Weihnachtsfest zusammen. Eine Ausnahme hiervon bildet die armenische Kirche, deren Hauptfeierlichkeiten am 6. Januar stattfinden.

Ursprung im Matthäus-Evangelium

Im Matthäus-Evangelium 2, 11 wird von drei Weisen (oder „Magiern“) aus dem Morgenland berichtet, die (von Osten kommend) einem Stern folgten, der die Geburt eines Königs ankündigte. So gelangten sie schließlich zu einem Stall in Betlehem. Als Zeichen der Anerkennung der Göttlichkeit des neugeborenen Jesus knieten die Weisen vor dem neugeborenen Jesus nieder und beschenkten ihn mit Gold, Weihrauch und Myrrhe. Gold symbolisierte die Stellung von Jesus als Herrscher, während Weihrauch auf seine Göttlichkeit hindeutete. Myrrhe weist (nach unterschiedlichen Deutungen) entweder als das Salbungskraut der Toten auf die Sterblichkeit von Jesus oder als Heilpflanze auf den gottgesandten Heiler (Heiland) hin.

Zur Geschichte des Feiertages

Der Feiertag am 6. Januar trägt eigentlich den Namen Epiphanias (Epiphanie, Fest der „Erscheinung des Herrn“). „Erscheinung“ bedeutet die Offenbarung Gottes in der Gestalt von Jesus Christus, die in seiner Anbetung durch die drei Weisen, die Taufe von Jesus im Jordan und die von ihm auf der Hochzeit zu Kana bewirkte Wandlung von Wasser zu Wein sichtbar wird. Ursprünglich wurde von den Christen am 6. Januar die Geburt Jesu gefeiert und zugleich zu den „Weisen aus dem Morgenland“ gebetet. Ende des 4. Jahrhunderts erfolgte die Trennung der beiden Festlichkeiten: Der Geburt Jesu wurde nunmehr am 25. Dezember gedacht, während der Festtag der „Heiligen Drei Könige“ (Dreikönigstag) auf den 6. Januar fiel. Die älteste Überlieferung eines solchen Epiphanias-Festes stammt aus dem Jahr 336. Die „Heiligen Drei Könige“ tragen in lateinischer Tradition ab dem 6. Jahrhundert die Namen Kaspar, Melchior und Balthasar. Balthasar steht für den Kontinent Europa, Caspar für Afrika und Melchior für Asien.

Krippenspiel

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Bräuche zum Feiertag „Heilige Drei Könige“ in der Gegenwart

Sternsinger

Der Brauch der Sternsinger entstand im 16. Jahrhundert. Damals zogen Schulkinder in Begleitung ihres Lehrers von Haus zu Haus und trugen Lieder zur Geburt und zum Leben von Jesus Christus vor. Als Dank erhielten sie Geschenke wie Äpfel oder Nüsse. Im 18. Jahrhundert, als der Sternsinger-Brauch weniger ernst genommen wurde, trugen die Sänger anstelle christlicher Lieder Spottverse in Psalmenform vor. Um 1900 war der Brauch weitgehend in Vergessenheit geraten. Erst ab 1958 erfolgte eine Wiederverbreitung des Sternsinger-Brauches durch schlesische Flüchtlinge. Heute ziehen als Heilige Drei Könige verkleidete Kinder durch ihre Wohngegend, tragen Lieder vor und sammeln Spenden für wohltätige Zwecke. Als Dank für die Spende schreiben sie die Zeichenfolge „C+M+B“ gefolgt von der Jahreszahl an die Haustür. C+M+B steht für „Christus mansionem benedicat“ („Christus segne dieses Haus“). Das Sternsingen wird in Deutschland vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend und vom Kindermissionswerk ausgerichtet. Seit 1984 reist aus jedem deutschen Bistum eine Sternsingergruppe zu einem Empfang im Bundeskanzleramt.
Drei-Königs-Spiele
Kaum noch bekannt ist heute die Tradition der „Drei-Königs-Spiele“, deren erste Überlieferung aus dem Jahr 378 stammt. Bei den Drei-Königs-Spielen, die im 15. Jahrhundert besonders beliebt waren, handelt es sich um Singspiele, bei denen ein zwischen Maria und den drei Königen wechselnder Gesang vorgetragen wird.
Dreikönigsprozession
In der mittelfränkischen Stadt Dinkelsbühl findet alljährlich eine Dreikönigsprozession statt, bei der Reliquien von der Dreikönigskapelle in das Münster St. Georg getragen werden.