Weiberfastnacht

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Feiertag Datum Gesetzlicher Feiertag in
Weiberfastnacht 2017 Donnerstag, den 23.02.2017 Kein gesetzlicher Feiertag
Weiberfastnacht 2018 Donnerstag, den 08.02.2018 Kein gesetzlicher Feiertag
Weiberfastnacht 2019 Donnerstag, den 28.02.2019 Kein gesetzlicher Feiertag
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Allen Karnevalsfreunden dürfte die Weiberfastnacht ein Begriff sein. Allerdings sind es eher die Hochburgen des Karnevals, in denen die Weiberfastnacht auch tatsächlich begangen wird. In Köln und Mainz steht die Karnevalswelt an diesem Tage Kopf, doch auch in anderen deutschen Städten wird der Tag nach und nach bedeutsamer. Die Weiberfastnacht ist nicht ganz ungefährlich, zumindest für die Herren bzw. ihre Krawatten. Dennoch wird die Anzahl derer, die an Weiberfastnacht feiern, von Jahr zu Jahr größer.
Weiberfastnacht wird auch als Weiberfasching bezeichnet und besitzt seine ganz eigenen Namen in den einzelnen Regionen Deutschlands. Mit diesem Tag wird der Straßenkarneval eingeläutet, bis dahin wurden die Karnevalssitzungen begangen. Weiberfastnacht ist immer am Donnerstag vor dem Aschermittwoch. Kennzeichnend sind die abgeschnittenen Krawatten der Herren.

Geschichte der Weiberfastnacht

Die Frauen werden in alten Überlieferungen als Möhnen bezeichnet, sie übernehmen an Weiberfastnacht die Herrschaft in den Städten und Gemeinden des Landes. Schon im 19. Jahrhundert war die Weiberfastnacht ein Begriff. Damals ging Beuel, ein Stadtteil von Bonn, mit gutem Beispiel voran. Die Wäschereien blieben an diesem Tag geschlossen, die gesamte Arbeit ruhte. Im Jahr 1824 gründete sich das Alte Damenkomitee von 1824, das aus den Wäscherinnen der Beueler Wäscherei bestand. Die Frauen wollten am bis dahin rein männlichen Karnevalsfest teilhaben und sich diese Teilnahme durch den Zusammenschluss erzwingen. Bis heute hat sich in Beuel die Weiberfastnacht als Besonderheit gehalten und gilt längst nicht als Vorfeier, wie in vielen anderen Städten. Es gibt die Wäscheprinzessinnen aus Beuel, die das Rathaus der Stadt übernehmen und für einen Tag regieren – wenn auch nur symbolisch. Jedes Jahr überträgt das Fernsehen den Sturm auf das Rathaus. Aus diesem Sturm auf das Rathaus entwickelte sich eine Tradition, die bis heute erhalten geblieben ist.
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Brauchtum an Weiberfastnacht

Weiberfastnacht ist gerade im Rheinland zu einer wahren Institution geworden. Hier gilt dieser Tag inoffiziell sogar als Feiertag, an dem nur halbtags gearbeitet wird. Die Büros und Unternehmen schließen nach Möglichkeit ab Mittag und schicken die Angestellten und Arbeiter zum Feiern. Diese beginnen um 11:11 Uhr – allerdings nicht nur im Rheinland, sondern bundesweit. An diesem Tag werden keinerlei Umzüge veranstaltet, was die Weiberfastnacht von den anderen Feiertagen im Karneval – wie Rosenmontag – unterscheidet. Gefeiert wird vielmehr direkt auf den Straßen und in den Kneipen, wobei natürlich sämtliche Feiergäste kostümiert sind. Frauen berauben die Männer an diesem Tag ihrer Krawatten, denn diese gelten als Symbol für das Regiment der Herren. Die Krawatten werden kurzerhand abgeschnitten. Die Männer laufen weiter mit diesem Stumpf herum, bekommen dafür aber ein Küsschen. Dieses wird als Bützchen bezeichnet. Allerdings ist dieser Brauch nicht ganz ungefährlich, denn die Bereitschaft der Männer zum Abschneiden der Krawatte muss vorhanden sein, so urteilte das Amtsgericht in Essen jüngst. Ansonsten liegt eine Verletzung des Eigentums vor. Wer jedoch als Mann mit Krawatte im Karnevalstreiben unterwegs ist, gibt seine stillschweigende Einverständniserklärung zu diesem Brauch. Auch in der Schweiz wird Weiberfastnacht gefeiert, dort heißt dieser Tag allerdings „Schmotziger Donnerstag“. Die Frauen ziehen in die Städte ein und übernehmen auch dort symbolisch das Regiment. Dies ist zwar nicht in allen Städten der Schweiz Brauch, doch auch hier lässt sich feststellen, dass sich die Tradition weiter ausbreitet. Gerade die jungen Karnevalsfreunde setzen mehr und mehr auf diesen Trend. stnacht gefeiert, dort heißt dieser Tag allerdings „Schmotziger Donnerstag“. Die Frauen ziehen in die Städte ein und übernehmen auch dort symbolisch das Regiment. Dies ist zwar nicht in allen Städten der Schweiz Brauch, doch auch hier lässt sich feststellen, dass sich die Tradition weiter ausbreitet. Gerade die jungen Karnevalsfreunde setzen mehr und mehr auf diesen Trend.