Weiberfastnacht

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Feiertag Datum Gesetzlicher Feiertag in
Weiberfastnacht 2018 Donnerstag, den 08.02.2018 Kein gesetzlicher Feiertag
Weiberfastnacht 2019 Donnerstag, den 28.02.2019 Kein gesetzlicher Feiertag
Weiberfastnacht 2020 Donnerstag, den 20.02.2020 Kein gesetzlicher Feiertag
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Weiberfastnacht markiert in Deutschland den Beginn des offiziellen Straßenkarnevals, der im Rosenmontag seinen Höhepunkt findet und in der Nacht zum Aschermittwoch endet. Es handelt sich hierbei um keinen offiziellen Feiertag, wenngleich in einigen Städten die Arbeit ruht. Es existiert allerdings keinerlei Verpflichtung für Arbeitgeber, ihren Angestellten an Weiberfastnacht frei zu geben, weshalb die Pflege dieser Tradition rein freiwilliger Natur ist.

Frauen feiern Fastnacht

An Weiberfastnacht übernehmen die Frauen das Regiment

Worauf ist die Tradition von Weiberfastnacht zurückzuführen?

Die Vielseitigkeit von Weiberfastnacht spiegelt sich bereits in den unterschiedlichen regionalen Namensgebungen wider. Im Rheinland spricht man von „Wieverfastelovend“ oder (im etwas weiter südlich gelegenen Koblenz) vom „Schwerdonnerstag“. Andere Bezeichnungen sind Weiberfasnet im Schwäbischen sowie Schmotziger Dunschtig in der schwäbisch-alemannischen Fasnet. Das Wort „schmotzig“ bedeutet so viel wie „fettig“ und geht darauf zurück, dass in der katholischen Liturgie der Donnerstag meist der Schlacht- und Backtag war, während der darauffolgende Freitag dem Fasten galt. Da der „schmotzige Dunschtig“ unmittelbar vor der 40-tägigen Fastenzeit liegt, wurde an diesem Tag alles noch Essbare, was nicht haltbar gemacht werden konnte, kurzerhand verspeist. Analogien zu dieser schwäbisch-alemannischen Tradition finden sich auch in Aachen, wo der Tag Fettdonnerstag heißt oder in Saarbrücken mit dem dortigen fetten Donnerstag.

In den Regionen, in denen der Tag als „Weiberfastnacht“ bekannt ist, wird für einen Tag den Frauen die Macht überlassen. Im Rheinland ist es beispielsweise üblich, dass an diesem Tag Krawatten abgeschnitten werden und sich Frauen zudem als alt und hässlich verkleiden und zu den so genannten „Möhnen“ werden. Eine Möhn ist zwischen Bonn und Koblenz sowie in der Eifel eine ältere Frau. Seit dem 19. Jahrhundert feiern Frauen den Karneval an Weiberfastnacht teilweise unter sich.

Als Beginn der Weiberfastnacht gilt oftmals der Februar 1729, als Nonnen im Kölner Mauritiuskloster in weltlicher Kleidung umhertanzten.

Was passiert an Weiberfastnacht?

Die Frage, was an Weiberfastnacht passiert, lässt sich kaum einheitlich beantworten, weil nicht nur die unterschiedlichen Regionen, sondern teilweise auch die einzelnen Städte und Gemeinden ihre ganz eigenen Traditionen haben. Im Rheinland beginnt an diesem Tag der Straßenkarneval und pünktlich ab 11:11 Uhr öffnen die Kneipen ihre Türen. Auch, wenn Männer – wie in Köln oder Bonn – ausdrücklich an dem bunten Treiben teilhaben, müssen diese damit rechnen, ihre Krawatte zu verlieren und hierfür mit einem kleinen Küsschen entschädigt zu werden. Zudem stürmen Frauen im Rheinland und Westfalen die Rathäuser und erhalten die Schlüssel. Entsprechende Traditionen sind aber auf den rheinischen Karneval beschränkt.