Rosenmontag

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Feiertag Datum Gesetzlicher Feiertag in
Rosenmontag 2017 Montag, den 27.02.2017 Kein gesetzlicher Feiertag
Rosenmontag 2018 Montag, den 12.02.2018 Kein gesetzlicher Feiertag
Rosenmontag 2019 Montag, den 04.03.2019 Kein gesetzlicher Feiertag
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Der Rosenmontag ist ein Teil der Karnevalszeit, der besonders im Rheinland mit umfassenden Festivitäten begangen wird. Dieser Tag fällt immer auf den Montag, auf den Aschermittwoch fällt. Das heißt, der Rosenmontag wird 48 Tage vor dem Ostersonntag begangen. Die Berechnung erfolgt dabei nach der sogenannten Osterformel, nach der auch andere christliche Tage berechnet werden. Diese Formel berücksichtigt, dass der Ostersonntag ein variabler Tag ist. Ein gesetzlicher Feiertag ist der Rosenmontag nicht, dennoch geben viele Arbeitgeber ihren Angestellten an diesem Tag frei.

Geschichte des Feiertags

Napoleon unterband einst das Karnevalstreiben im Rheinland. Der Wiener Kongress sollte dann den Karneval im Jahr 1815 reformieren. So gründete sich das Festordnende Comitee 1822 in Köln. Dieses Komitee traf sich einmal im Jahr zur Hauptversammlung, die wiederum immer montags nach dem vierten Fastensonntag stattfand. Dieser Sonntag trägt auch den Namen Rosensonntag, denn der Papst segnete im 11. Jahrhundert eine goldene Rose an diesem Tag und überreichte sie einer wichtigen Persönlichkeit. Das Komitee erhielt aufgrund des Datums seiner Treffen auch den Namen Rosenmontagsgesellschaft. Ursprünglich war der Rosenmontag daher der vierte Montag nach Karneval.
Allerdings gibt es zur Geschichte des Rosenmontags auch andere Erklärungen, wie etwa die von Jakob und Wilhelm Grimm. Sie leiteten die Bezeichnung von „rasen“ ab, somit war der Rosenmontag der rasende Montag. In der kölschen Sprache steht „rasen“ für „toll, wild“.
Der erste organisierte Rosenmontagszug wurde in Köln am 10. Februar 1823 durchgeführt. Von hier aus verbreitete sich dieser Brauch in ganz Deutschland. Nur zwei Jahre später fand der Rosenmontagszug auch in Düsseldorf statt, in Mainz wurde er 1838 das erste Mal durchgeführt. Hier trug er allerdings anfangs noch den Namen Maskenzug.
1991, als der Golfkrieg eskalierte, fiel der Rosenmontagszug in vielen Orten erstmalig aus. In einigen kleinen Orten wurde die Festivität zwar begangen, doch gerade in den Karnevalshochburgen verzichtete man darauf.

Bräuche zu Rosenmontag

An Rosenmontag gibt es eigentlich nur einen Brauch, der dafür aber so umfassend ist, dass im Grunde für nichts anderes mehr Platz und Zeit bleibt: Es wird der Rosenmontagszug begangen, bei dem es darum geht, das Leben zu genießen, und zwar in vollen Zügen. Die Menschen kleiden sich in verrückten und möglichst farbenfrohen Kostümen. Es finden in vielen Städten Veranstaltungen neben dem reinen Umzug statt, es geht um das Tanzen, Schlemmen und Feiern. Der Grund: Ab Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit und mit ihr die Zeit des Verzichts. Die Karnevalshochburgen Deutschlands nutzen den Rosenmontag daher voll aus, um zu schlemmen, zu feiern und laut zu sein. Allerdings geht es neben dem Feiern auch darum, Seitenhiebe auf Politiker und Machthaber auszuteilen. Dies ist seit Anfang des 19. Jahrhunderts der Fall und auch preußische Machthaber konnten ab 1815 an diesem Tag verhöhnt werden, ohne dass sie eine Strafe bekamen.