Martinstag

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Feiertag Datum Gesetzlicher Feiertag in
Martinstag 2017 Samstag, den 11.11.2017 Kein gesetzlicher Feiertag
Martinstag 2018 Sonntag, den 11.11.2018 Kein gesetzlicher Feiertag
Martinstag 2019 Montag, den 11.11.2019 Kein gesetzlicher Feiertag
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Der Martinstag – auch St. Martin genannt – wird am 11. November eines jeden Jahres gefeiert und fällt damit auf den Tag des Beginns der „närrischen Zeit“. Das Datum ist von der Grablegung des heiligen Martin von Tours abgeleitet, der an diesem Tag im Jahr 397 begraben wurde. Heute noch ist der St. Martinstag von verschiedenen Bräuchen geprägt, von denen das Verspeisen der Martinsgans wohl der bekannteste Brauch sein dürfte.

Geschichte des Martintags

Martin von Tours lebte in der Zeit von 317 bis 397 nach Christus und war der Sohn eines römischen Offiziers. Seine Großzügigkeit war überall bekannt. Eine Geschichte um Martin von Tours dreht sich um einen Februarmorgen, an dem er mit seinem Burschen von einem nächtlichen Ritt heimkehrte. Am Stadttor stand ein Bettler, der um eine milde Gabe bat. Martin hatte seinen Sold aber an arme Bauern verschenkt und halbierte daher seinen Mantel mit seinem Schwert. Die Hälfte des Mantels warf der dem Bettler zu.
Martin von Tours sollte der Nachfolger des verstorbenen Bischofs des Ortes werden, doch er versteckte sich im Gänsestall. Die Menschen stimmen daraufhin bei der Suche nach ihm Lieder an und entzündeten Laternen. Die Gänse verrieten Martin dann durch ihr lautes Schnattern. Im Jahr 371 wurde Martin dann doch Bischof von Tours. Noch heute wird zu seinen Ehren vielerorts ein Umzug mit Liedern und Laternen durchgeführt, außerdem gibt es das bereits erwähnte Gänseessen.

Brauchtum zum Feiertag

Der Martinsumzug ist neben dem Gänseessen der wohl bekannteste Brauch anlässlich des Gedenktags an den heiligen Martin von Tours. Vor dem Umzug wurden die Kinder in früheren Zeiten gesegnet, das ist heute kaum noch der Fall.
Der Umzug wird von einem Mann auf einem Pferd angeführt, der als Sankt Martin verkleidet ist. Häufig wird ein weiterer Mann als Begleiter mitgenommen, der als Bettler verkleidet ist und an die Legende von der Mantelteilung erinnern soll. Dann folgen die Kinder mit ihren Laternen und Liedern, oft ist sogar eine Blaskapelle mit dabei. Am Ziel des Umzugs angekommen, wird die Legende von dem geteilten Mantel nachgespielt. Vor der Heimkehr nach Hause bekommen die Kinder noch Backwaren geschenkt.
Der Umzug wird der Zeit der Lichtsymbolik zugerechnet, die bereits an Allerseelen beginnt und bis zum Februar andauert. Das früher typische Martinsfeuer gibt es heute kaum noch, die Martinsumzüge haben das Feuer abgelöst. Das Feuer ging auf das germanische Erntedankfest zurück und sollte eine reinigende Wirkung haben.
In einigen Regionen wird der Umzug durch das Martinsmännchen angeführt – ein kleiner Junge, der den Kindern Äpfel und Nüsse schenkt. Diese müssen davor allerdings ein Gedicht aufsagen. Dieser Brauch war vor allem um 1800 sehr verbreitet, damals zogen die Kinder von Haus zu Haus und bekamen von vielen Einwohnern für ihre Gedichte kleine Gaben.