Mariä Himmelfahrt 

Feiertag Datum Gesetzlicher Feiertag in
Mariä Himmelfahrt 2017 Dienstag, den 15.08.2017 Bayern und Saarland
Mariä Himmelfahrt 2018 Mittwoch, den 15.08.2018 Bayern und Saarland
Mariä Himmelfahrt 2019 Donnerstag, den 15.08.2019 Bayern und Saarland
August 2017
MoDiMiDoFrSaSo
123456
78910111213
14
15
1617181920
21222324252627
28293031
August 2018
MoDiMiDoFrSaSo
12345
67
8
9101112
1314
15
16171819
20212223242526
2728293031
August 2019
MoDiMiDoFrSaSo
1234
567
8
91011
121314
15
161718
19202122232425
262728293031

Mariä Himmelfahrt ist ein kirchlicher – katholischer – Feiertag in Deutschland, der jedoch nicht für alle Bundesländer gleichermaßen gilt. Er wird am 15. August eines jeden Jahres gefeiert und ist damit kein variabler Feiertag. Mariä Himmelfahrt wird auch als Großer Frauentag oder Maria Würzweih bezeichnet.

Allgemeines zu Mariä Himmelfahrt

Mariä Himmelfahrt gilt als das wichtigste Marienhochfest, bei dem die Aufnahme Marias in den Himmel gefeiert wird. Maria braucht nicht erst vor das Jüngste Gericht zu treten, weil sie ohne Erbsünde zur Mutter Gottes geworden war. Mariä Himmelfahrt gilt als gesetzlicher Feiertag in Österreich und wird hier im Arbeitsruhegesetz behandelt. Auch in Liechtenstein sowie in insgesamt acht Kantonen der Schweiz wird Mariä Himmelfahrt als Feiertag anerkannt. In Deutschland ist der Tag nur teilweise ein gesetzlicher Feiertag. So sieht das Saarland diesen Tag als Feiertag vor, Bayern sind zumindest die Gemeinden, in denen die Bevölkerung überwiegend katholisch ist, durch das „Gesetz zum Schutz der Sonn- und Feiertage“ berücksichtigt. Auch in vielen weiteren katholischen Ländern ist Mariä Himmelfahrt ein gesetzlicher Feiertag, so in Belgien, Frankreich, Italien, Litauen, Polen, Spanien und Portugal, auch in Griechenland oder Zypern feiert die Bevölkerung an diesem Tag die Aufnahme Marias in den Himmel. Im Bundesland Tirol in Österreich gilt Mariä Himmelfahrt als Großer Frauentag.

Geschichte des Feiertages

Das Konzil von Ephesus erkannte im Jahr 431 Maria den Titel als Mutter bzw. als „Gebärerin Gottes“ zu. Die Feier zu Mariä Himmelfahrt wurde fortan begangen und noch einmal im Jahr 451 durch das Konzil von Chalkedon bestätigt. Seit dem fünften Jahrhundert feierte man in Jerusalem einen ähnlichen Feiertag, dieser nannte sich hier „Tag der Gottesmutter“. Seit dem Ende des sechsten Jahrhunderts gilt das Fest bindend, denn der Kaiser Maurikios erließ ein entsprechendes Dekret. Seit der Mitte des siebten Jahrhunderts gibt es den Feiertag in Frankreich, seit 813 in Deutschland. Hier wird das Marienfest begangen.

Brauchtum an Mariä Himmelfahrt

Zahlreiche Bräuche kennzeichnen das Fest Mariä Himmelfahrt. So gibt es den Brauch der Kräuterweihe. Dieser hat folgenden Ursprung: Die Jünger Jesu sollen im Grab Marias nicht mehr ihren Leichnam vorgefunden haben, sondern lediglich noch Rosenblüten und Kräuter. Daraus entwickelte sich angeblich der Brauch, Kräuter an diesem Tag zu weihen. Eine andere Legende besagt aber, dass Jesus seine Mutter selbst in den Himmel begleitet habe und dass beide dabei einen wunderbaren Duft nach Kräutern verströmt hätten. Die Kräuter werden im Haus und in den Nebengebäuden an die Wand gebracht, es wird Tee daraus zubereitet und das Vieh bekommt die Kräuter ins Futter. Das neue Saatgut wird mit geweihtem Getreide gemischt, damit eine gute Ernte folgen möge. Außerdem werden die Kräuter ins Feuer geworfen, damit Haus und Hof vor Unwettern geschützt seien. Ein weiterer Brauch ist der Frauendreißiger. Zwischen dem 15. August und dem 12. September liegen ungefähr dreißig Tage. Während dieser Tage werden zahlreiche Gedenktage begangen, so Mariä Himmelfahrt, Maria Königin, Mariä Namen und Mariä Geburt. Im gesamten Zeitraum werden Prozessionen abgehalten und die Gebete zur Jungfrau Maria verstärkt.
Die Heilige Mutter Gottes wurde nicht nur in Bräuchen geehrt, sondern es wurden sogar Pflanzen nach ihr benannt. So gibt es das Marienblümchen oder die Mariendistel. Auch der Marienkäfer hat seinen Namen nach Maria erhalten. Die Schwalbe ist zwar kein direkter Namensträger, galt jedoch schon immer als Vogel der Mutter Gottes bzw. als Marienvogel. Selbst Naturerscheinungen tragen den Namen Marias oder haben indirekt einen Bezug zu Maria. So gibt es die Marienfädchen im Spätsommer und den Regenbogen, der als Gewandsaum Marias gilt.
Die orthodoxe Kirche feiert Mariä Himmelfahrt auch als Feiertag. Zwei Wochen vorher wird das Marienfasten abgehalten. Dabei wird nicht komplett gefastet, sondern es soll auf Fisch und Fleisch, auf Milchprodukte, Öl und Wein verzichtet werden. Die Armenier sehen in dem Fest zu Ehren der Jungfrau Maria einen Bezug zum Weinanbau und segnen den Wein. Die Segnung der Traubenernte findet direkt im Anschluss an das Fest statt.