Erntedankfest

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Feiertag Datum Gesetzlicher Feiertag in
Erntedankfest 2017 Sonntag, den 01.10.2017 Kein gesetzlicher Feiertag
Erntedankfest 2018 Sonntag, den 07.10.2018 Kein gesetzlicher Feiertag
Erntedankfest 2019 Sonntag, den 06.10.2019 Kein gesetzlicher Feiertag
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Oktober 2019
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Das Erntedankfest wird in den meisten Orten am 1. Sonntag im Oktober gefeiert, wobei dieser Tag in der katholischen Kirche sogar festgelegt ist. Die Angehörigen der evangelischen Kirche jedoch feiern auch an einem Sonntag davor oder später, wenn dieses Datum passender ist. Sie sind hier weniger festgelegt. Der Termin variiert auch wegen der jeweiligen Erntezeiten. Anlass des Erntedankfests ist, Gott für die Ernte und die reichen Erträge zu danken, außerdem dafür, dass er für die Menschen sorgt.

Geschichte des Erntedankfests

Schon in vorchristlicher Zeit wurden Erntedankfeste begangen, auch andere Religionen kennen solche Feierlichkeiten. Die katholische Kirche kennt das Erntedankfest seit dem dritten Jahrhundert. Ein regelmäßiges Erntedankfest gibt es in Deutschland aber erst seit 1773, damals wurde das Fest in Preußen jährlich begangen. Erst 1972 wurde durch die katholische Kirche das Datum auf den ersten Sonntag im Oktober festgelegt.
Urzeitliche Bauern waren der Meinung, dass in den Früchten Geister lebten, die dafür sorgten, dass die Früchte wachsen oder absterben. Die Geister würden bei der Ernte befreit werden, daher wurden manche Erntefeste als Sieg über die Geister gefeiert.
Auch im alten Griechenland wurden Erntedankfeste gefeiert. Jedes Jahr im Herbst wurde Demeter geehrt, die Göttin der Feldfrüchte. Die unverheirateten Frauen bauten dann Hütten aus Laub und stellten Sitzmöglichkeiten aus Pflanzen auf. Der zweite Tag war der Fastentag, der dritte der Tag der Feierlichkeiten und Opfergaben an Demeter. Getreidesamen, Schweine, Früchte und Kuchen wurden geopfert. Am 4. Oktober wurde im alten Rom das Cerelia gefeiert, das Erntefest, bei der ebenfalls Opfergaben dargebracht wurden. Ebenfalls war das Erntedankfest in China oder bei den alten Ägyptern bekannt, wobei die Grundzüge der Feierlichkeiten immer ähnlich waren.

Brauchtum zum Erntedankfest

Ein Brauch ist es, Obst und Gemüse sowie verschiedene Feldfrüchte zu segnen und auf einem Altar auszubreiten. Es gibt Gottesdienste und Umzüge, bei denen eine Erntekrone durch die Dörfer getragen wird.
In vielen ländlichen Regionen fallen Erntedankfest und Almabtrieb zusammen, bei dem die Tiere wieder ins Tal kommen. Die Kühe tragen dazu bunten Schmuck und klingende Glocken. Traditionell wird dies aber nur so gefeiert, wenn in dem betreffenden Jahr keine Erkrankungen oder Seuchen bei den Tierhaltern für Schaden gesorgt haben. Der Almabtrieb gerät dabei regelmäßig zu einem Volksfest, denn er wird von allen Einwohnern der Dörfer begleitet. Teilweise werden Erntepuppen gebastelt, die aus Getreidegarben bestehen und auf dem Feld aufgestellt werden können.