Aufstand des 17. Juni

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Feiertag Datum Gesetzlicher Feiertag in
Aufstand des 17. Juni 2017 Samstag, den 17.06.2017 Kein gesetzlicher Feiertag
Aufstand des 17. Juni 2018 Sonntag, den 17.06.2018 Kein gesetzlicher Feiertag
Aufstand des 17. Juni 2019 Montag, den 17.06.2019 Kein gesetzlicher Feiertag
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Der 17. Juni 1953 ist der Gedenktag an den Volksaufstand in Teilen der Deutschen Demokratischen Republik sowie in Ost-Berlin. Sowjetische Truppen schlugen den Aufstand damals blutig nieder, wodurch der Tag zum Symbol für die Teilung Deutschlands wurde. Am 4. August des gleichen Jahres wurde ein Gesetz erlassen, welches den 17. Juni zum Nationalfeiertag werden ließ, denn an diesem Tag sollte auch die Solidarität mit den Menschen der DDR bekundet werden. Es wird hier von einem Volksaufstand gesprochen, obwohl sich nur etwa drei bis vier Millionen Menschen daran beteiligten. Den Tag der Deutschen Einheit gibt es seit der Wiedervereinigung mit anderer Bedeutung auch weiterhin – allerdings wird hier die Einheit Deutschlands gefeiert, was am 3. Oktober geschieht. Der 17. Juni ist kein gesetzlicher Feiertag, er wird nur noch als nationaler Gedenktag begangen, was vor allem durch politische Reden erkennbar wird.

Geschichte des Feiertags

Der 17. Juni ist der Gedenktag anlässlich des Volksaufstandes in der früheren DDR, bei dem es zu einer Welle von Streiks und Protesten kam. Die Rote Armee griff damals ein und beendete den Aufstand blutig.
Die Aufstände begannen am Morgen des 17. Juni 1953, als die Belegschaften der Betriebe nicht zu ihrer Schicht antraten und mit dem Streik begannen. Es formierten sich große Demonstrationszüge in den Zentren der großen Städte. Insgesamt waren es mehr als 500 Orte in der DDR, in denen gestreikt wurde, wobei das genaue Ausmaß erst später bekannt wurde. Die Aufständischen besetzen Bürgermeistereien, Kreisratsgebäude und die Leitungsbüros der SED. Auch Gefängnisse, Polizeireviere und weitere staatliche Behörden wurden gestürmt. Die Schwerpunkte der Ausschreitungen lagen in Berlin und in den Industrieregionen, vor allem in Halle, Leipzig, Dresden und Magdeburg kam es zu Streiks. Die Polizei war komplett überfordert mit den Ausschreitungen, es wurden Mitarbeiter der Stasi gefangen genommen und die Regierung flüchtete nach Berlin-Karlshorst.
Über das Radio wurde über die Rücknahme der Normenerhöhungen informiert, die zuvor ein Grund für die Ausschreitungen waren. Die Ereignisse wurden als von außen herbeigeführt beschrieben, was auch in der späteren Geschichtsschreibung der DDR der Fall war. Eine wichtige Rolle wurde dem RIAS zugeschrieben und Historiker sind der Ansicht, dass ohne den Sender der Aufstand vom 17. Juni 1953 so nicht hätte stattfinden können, weil es keine Organisation desselben gab.

Brauchtum zum Feiertag

Bis zum Jahr 1990 war der 17. Juni der Nationalfeiertag der BRD, er wurde als „Tag der Deutschen Einheit“ bezeichnet. Seit der Wiedervereinigung finden Gedenkreden im Bundestag statt.